Orgel-Förderverein St. Marien-Rachtig

54492 Zeltingen-Rachtig
 
   -Pressestimmen-


es stand in "volksfreund.de" vom 27.06.08:

Orgelwerk für die Heimatküche

Der Orgelförderverein St. Marien in Rachtig hat seine Aufgabe erfüllt und seine Tätigkeit eingestellt. Zum Abschied veranstaltete er noch einmal ein Konzert mit dem Magdeburger Kathedralorganisten Matthias Mück.

Zeltingen-Rachtig. (gkl) Wer beim Organisten der Magdeburger Kathedralkirche einen ostdeutschen Zungenschlag in der Sprache erwartet hatte, wurde enttäuscht. Matthias Mück ist ein Kind der Landeshauptstadt von Rheinland-Pfalz und lebt erst seit 2001 in der Metropole von Sachsen-Anhalt.

Heimaturlaub mit angenehmen Folgen

Im vergangenen Jahr stattete er während eines Urlaubs in der rheinhessischen Heimat der König-Weimbs-Orgel in der Pfarrkirche St. Marien in Rachtig einen Besuch ab. Er war aus dem Stand heraus von diesem Instrument so begeistert, dass er ein Konzertangebot sofort annahm.

Jetzt war es so weit. Unmittelbar vor dem Konzert meinte Matthias Mück: "Wie der Abend wird, weiß ich jetzt natürlich noch nicht. Es ist ja ein Improvisationskonzert. Aber diese Orgel ist so inspirierend, da kann eigentlich gar nichts schiefgehen."

Und er hatte nicht zu viel versprochen. Die Inspiration, die von der Orgel auf den Künstler ausstrahlte, übertrug sich auch auf das Publikum, als Matthias Mück ein Choral-Concerto im Stile von Antonio Vivaldi, ein Choralvorspiel in der Art von Johann Sebastian Bach oder aber ein Flötenuhrstück improvisierte, bei dem man meinen konnte, es entstamme der Feder von Joseph Haydn oder Wolfgang Amadeus Mozart. Das war hohe Kunst der Stegreif-Musik nach überkommenen Vorbildern, wie sie besser kaum hätte sein können.

Im zweiten Teil des Konzerts schüttelte Mück dann alle Vorlagenzwänge ab und bewies, wie viel Humor man auch mit der Königin der Instrumente verbreiten kann. Da zwitscherte die "Zeltinger Nachtigall", mit einem augenzwinkernden Hinweis auf die Schnäpse der anderen Moselseite funkelte der "Kloster Macherner Zimbelstern".

Richtig rustikal wurde es dann bei der "Rachtiger Lempes-Suite". Es ist wahrscheinlich das erste Mal, dass der Rachtiger Heimatküche ein Orgelwerk gewidmet wurde.

Ein Gruß an den "Kueser Kuckuck"

Mit einem waschechten Ragtime entsandte der Magdeburger Organist einen Gruß moselaufwärts mit dem "Kueser Kuckuck". Ernst wurde es zum Schluss noch einmal bei einer "Fantasie und Fuge" über das Aloisius-Lied, dem Heiligen des Tages, der in Rachtig eine besondere Verehrung erfährt.

Matthias Mück hatte die Melodie erst wenige Stunden vor dem Konzert zum ersten Mal gehört und sie dann umgehend in eigene Noten gesetzt.

Da konnte man nur verwundert sein, wie viele romantische Farben in dieser eigentlich barocken Orgel stecken. Wie begeistert das Publikum war, konnte man an der Stärke ablesen, mit der beim Finale die zwei Strophen dieses Liedes von den Besuchern mitgesungen wurden.

 


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Datum der letzten Überarbeitung: 06.02.2009