Orgel-Förderverein St. Marien-Rachtig e.V.

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Dienstag, 8. März 2005

Einzug mit Pauken und Trompeten

ZELTINGEN-RACHTIG. Eine Königin hält jubilierend Einzug in der kleinen Moselgemeinde Rachtig: In der Pfarrkirche ist am Sonntag die neue Orgel feierlich geweiht worden. In dem Festgottesdienst erklang das Instrument erstmals in seiner ganzen Fülle.
Von unserer Mitarbeiterin
MARITA BLAHAK

Der 6. März 2005 wird als besonderes Datum in die Annalen der Rachtiger Gemeinde eingehen: die Pfarrkirche St. Marien war am Sonntag prall gefüllt, als Domkapitular Hans-Wilhelm Ehlen die neue König/Weimbs-Orgel weihte.

In gemeinsamer Kraftanstrengung haben es der Orgelförderverein und die zahlreichen Förderer und Spender geschafft, dass die neue

Domkapitular Hans-Wilhelm Ehlen weiht die neue Orgel; links Pfarrer Stephan Feldhausen Foto: Marita Blahak

"Orgel in historischem Gewand" realisiert werden konnte. So war es ein großer, bewegender Moment für Rachtig, als unter den Händen des Organistenehepaars Josef und Theresia Thiesen die neue "Königin" zum ersten Male ihre ganze, mächtige und reine Klangfülle erschallen ließ.

So wie einst der israelitische König David, dessen Figur hoch oben auf der Orgel thront, unter Jubel in seine Stadt Jerusalem einzog, so wurde die neue Orgel mit Böllerschüssen, Pauken und Trompeten, mit Chorgesang und Jubelliedern der Gemeinde begrüßt.

Als wärs ein Zeichen von "hoch oben" , fiel die Morgensonne durchs Kirchenfenster und ließ die neue Orgel in ihrer äußeren Pracht erstrahlen. Und als die Königin der Instrumente nach der Weihe ihre jubilierende Stimme erhob, da spendeten die Besucher des Festhochamts spontanen Beifall. Für alle war es ein erhebender Augenblick, doch für die Orgelbauer ganz besonders: "Vom ersten Ton an ideal, sie ist genauso geworden, wie ich es mir vorgestellt habe", bemerkte Friedbert Weimbs mit bewegten Worten.

Das Festhochamt zelebrierten Domkapitular Hans-Wilhelm Ehlen, Dechant Matthias Veit, Pfarrer Stephan Feldhausen, Diakon Hermann Hower und Pater Günther Gessinger. Der Musikzug "Deutschherren" Rachtig, der Chorgesang "Cäcilia" Rachtig und die Sopranistin Rosi Groth umrahmten die Messe musikalisch, Chorleitung und Orgelspiel lagen in Händen von Josef und Theresia Thiesen.

Doch nicht nur die Orgelweihe stand im Vordergrund des Hochamtes, es galt vielmehr auch all denen Dank zu sagen, die sich für die Verwirklichung des ehrgeizigen Projekts in den vergangenen zehn Jahren ideell und finanziell eingesetzt haben.

Viel Lob für den Projektmanager

Die Gesamtinvestition beträgt immerhin rund 400 000 Euro. Allen voran "den unermüdlichen, zielstrebigen und ideenreichen Projektmanager und Vorsitzenden des Orgelfördervereins, Egon Kappes" lobte Landrätin Beate Läsch-Weber. Leidenschaft und mehr als zehnjähriges, nachhaltiges Engagement hätten den Traum wahr gemacht.

"Bei Kappes liefen die Fäden zusammen", ergänzte Pfarrer Feldhausen und ließ keinen unerwähnt, der seinen Beitrag zur Verwirklichung "einer Vision" geleistet habe – ob die Mitglieder des Fördervereins, Orgelfreunde, Förderer, Spender, Helfer und Orgelpaten, Architekten, Handwerker und Firmen, die Orgelbauer der Firma Weimbs aus Hellenthal, Vereine, Gruppen, Gremien und Institutionen. "Ich gratuliere zu diesem Meisterwerk", sagte Feldhausen. Er hoffe, dass die Orgel viele Jahrhunderte zum Lob des Herrn und zur Freude der Gemeinde erklingen möge.

Ortsbürgermeister Manfred Kappes dankte dafür, dass nach umfassender Renovierung der Rachtiger Pfarrkirche nun als Krönung die neue König/Weimbs-Orgel auf der erweiterten Empore wieder für die musikalische Gestaltung der Messen und auch für Kirchenkonzerte zur Verfügung stehe.

"Vollendet ist das große Werk", zitierte Egon Kappes den Schluss-chor aus Haydns Werk "Die Schöpfung". "Und wir können auf dieses Werk stolz sein", gab er Dank und Anerkennung weiter an alle am Orgelprojekt und der Orgelbroschüre "Salut für eine Königin" Beteiligten. "Die Hand in Hand-Arbeit war großartig", lautete das Fazit von Egon Kappes. An Feldhausen überreichte er eine Bildtafel mit der Darstellung eines "Kreises mit Punkt": dieses Pfadfinder-Wegezeichen bedeutet "Mein Auftrag ist erfüllt". So gab Kappes den 1995 vom Verwaltungsrat an den Orgelförderverein übertragenen Auftrag als "erledigt" zurück.

Und da der Tag der Orgelweihe ganz bewusst am fröhlichen Sonntag "Lätare" der Fastenzeit stattfand, waren alle zum Anstoßen auf die neue "Königin" in den Deutschherrenhof eingeladen.

© Copyright 2005 Trierischer Volksfreund

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Diese Seite hat erstellt: Hans-Heiko Stein, Deutschherrenstr. 49, 54492 Zeltingen-Rachtig
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Datum der letzten Überarbeitung: 28.01.2005