Orgel-Förderverein St. Marien-Rachtig e.V.

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Bernkastel - Kues

 

Der König der Pfeifen kehrt heim

Technische Montage der Rachtiger Orgel fast vollendet


ZELTINGEN-RACHTING. (gkl) Noch vor wenigen Tagen gab es in der Pfarrkirche St. Marien in Rachtig nur eine leere Empore über dem Haupteingang. Jetzt steht dort wieder das prachtvolle Gehäuse der Orgel. Zum Richtfest nutzten viele Pfarrangehörige die Gelegenheit, sich das Instrument auch einmal von innen zu betrachten.

Liebevoll restauriert: die Kirchenorgel der Pfarrkirche St. Marien in Rachtig.
Foto: Gerhard W. Kluth
Knapp ein Jahr lang sahen die Rachtiger nur eine leere Empore, wenn sie beim Verlassen der Kirche Richtung Westen blickten. Jetzt steht dort wieder ihre alte, neue Orgel. Erst vor ein paar Tagen wurde sie angeliefert, freudig begrüßt und von vielen helfenden Händen aus der Pfarrei abgeladen (der TV berichtete).
In altem - neuem Glanz steht jetzt wieder das historische Gehäuse von Balthasar König, das schon fast 300 Jahre lang die Pfarrkirche schmückte. Liebevoll haben Eifeler Fachleute die historische Substanz restauriert und in Zusammenarbeit mit der Holzschnitzerin Stefanie Neumann auch dem reichhaltigen Schnitzwerk, das teilweise im Laufe der Zeit verloren gegangen war, zu neuer Pracht verholfen. Viele Rachtiger nutzten beim so genannten „Richtfest" die Gelegenheit, sich vom Fortschritt der Arbeiten zu überzeugen und sich von den Orgelbauern vor Ort wenigstens ein bisschen die Funktionsweise des Instrumentes erklären zu lassen.
Orgelbaumeister Harry Dicks hatte reichlich zu tun, um den Interessenten das nicht gerade unkomplizierte Innenleben zu erläutern. „So etwas wie hier erlebt man wirklich selten", sagt Dicks. „Man hat ja den Eindruck, hier ist wirklich der ganze Ort an der Orgel interessiert, steht voll und ganz hinter dem Projekt."
Inzwischen ist auch der letzte äußere Schmuck des Gehäuses wieder an seinem Platz. Die Orgel, vielfach auch Königin der Instrumente genannt, hat ihren König erhalten. Auf dem Mittelturm des Hauptgehäuses steht stolz der restaurierte König David mit seiner Harfe, flankiert von zwei Posaunenengeln. Wenn auch die heilige Cäcilia die Schutzpatronin der Kirchenmusik ist, wird David doch als der Ursprung aller Kirchenmusik angesehen.
Jetzt, nachdem die Technik eingerichtet ist, kommt die wichtigste, aber auch langwierigste Arbeit, die Intonation. Das bedeutet, in monatelanger Arbeit wird Orgelbaumeister Friedbert Weimbs jede der 1654 Pfeifen so bearbeiten, dass sie eine klangliche Einheit bilden und in das akustische Gesamtbild der Kirche passen. Als Weihetermin ist der 6. März 2005 vorgesehen. Dann wird man sagen können: Sankt Marien hat seine Stimme zurück.                 uhe/mic

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Diese Seite hat erstellt: Hans-Heiko Stein, Deutschherrenstr. 49, 54492 Zeltingen-Rachtig
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Datum der letzten Überarbeitung: 08.10.2004