Orgel-Förderverein St. Marien-Rachtig e.V.

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   -Pressestimmen-


Es stand im:

Mosel

15./16. Mai 2004

Im Zauber der vergangenen Zeit

Bariton Bernhard Th. Föhr gibt Konzert zu Gunsten der Rachtiger Orgel

ZELTINGEN-RACHTIG. (mü) Gemütliche Stimmung herrschte im Rachtiger Sängerheim, als Bariton Bernhard Th. Föhr und Pianist Josef Thiesen mit Schlagern aus dem Berlin der 20er und 30er Jahre begeisterten. Vom Erlös wird eine Pedalzungenpfeife für die Orgel finanziert.

Kerzenschein verleiht dem Sängerheim in Rachtig einen heimeligen Zauber. Die Zuhörer haben es sich bequem gemacht, die Damen genießen bei einem Glas Sekt den Muttertag.

"Kein Schwein ruft mich an", behauptet Bernhard Th. Föhr und zieht die Zuhörer in seinen Bann.

Bernhard Th. Föhr und Silvia Kappes begeisterten auch mit ihrer amüsanten Choreographie.
Foto: Claudia Müller

Empfiehlt der Bariton erst "Frauen brauchen immer einen Hausfreund" und behauptet kühn "Frauen sind keine Engel", flehte er doch später "Carmen hab' erbarmen". Bei "Oh Donna Clara" beeindruckt er mit täuschend ähnlicher Grammophon-Imitation.

Werden im ersten die Teil die Damen geehrt, machen sich die beiden Tonkünstler später auf in ferne Gefilde. Sie geben Tipps zur kommenden Urlaubsplanung, "Wenn du mal in Hawaii bist" oder zur potenziellen Entledigung der Gattin: "Ich fahr mit meiner Klara in die Sahara".

Flügelmann Thiesen outet sich zudem als erfahrener Geräuschemacher bei "Mein Bruder macht beim Tonfilm die Geräusche".

In Silvia Kappes hat Föhr bei "Schenk mir doch ein kleines bisschen Liebe" eine charmante Partnerin. Das Stück lebt zudem von amüsanter Choreographie.

Köstliche Ernsthaftigkeit und listig-lustige Texte

Nicht zuletzt mit seiner Kopfstimme vermittelt Föhr Ironie, den Geist und die Doppeldeutigkeit der Texte mit köstlicher Ernsthaftigkeit und listig-lustigen Texten. Die unterhaltsame und zum Teil betont kapriziöse Moderation kommt aus der "Lameng" und spiegelt die Gemütlichkeit der 20er Jahre wieder.

Anhaltender, rhythmischer Applaus nach einem gut zweistündigen Programm bedenkt das Duo gern mit Zugaben.

Die Künstler holen die Musik, aber auch den Geist einer längst vergangenen Zeit zurück. "So hätte ich es mir nicht vorgestellt", resümiert Egon Kappes, Vorsitzender des Orgelfördervereines, am Ende des Abends. Der Prophet im eigenen Land gelte oft nichts, fährt er fort. Und: "Dass dem nicht so ist, konnte man heute hören."

Der Erlös des Konzertes kommt der Renovierung der Orgel zugute, davon wird eine Pedalzungenpfeife finanziert.

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Diese Seite hat erstellt: Hans-Heiko Stein, Deutschherrenstr. 49, 54492 Zeltingen-Rachtig
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Datum der letzten Überarbeitung: 15.05.2004