Orgel-Förderverein St. Marien-Rachtig e.V.

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Freitag, 3. August 2001

MUSIK

Gast aus Polen spielt für neue Orgel 

Piotr Szabat begeistert mit seinem Konzert in Zeltingen-Rachtig 

Von unserem Mitarbeiter GERHARD W. KLUTH

 
Der junge Pjotr Szabat lässt seine Geige zum zweiten Mal für die Sanierung der Rachtiger Orgel erklingen.Foto: Gerhard Kluth

ZELTINGEN-RACHTIG. Zum zweiten Mal kam der junge Pole Piotr Szabat an die Mosel, um mit seinem Können das Vorhaben des Orgelfördervereins in Rachtig zu unterstützen.

Neben Bach und Dvorak erklang sogar das Mosel-Lied bei dem Konzert des polnischen Gastes.Sie scheinen es ernst zu nehmen, die Zeltinger und die Rachtiger, mit der Beilegung ihrer Rivalitäten. Oder waren es nur noch die Spätfolgen der Moseloperette, weshalb der Orgelförderverein St. Marien in Rachtig sein Konzert in der Zeltinger St. Stephanuskirche veranstalten konnte. In Rachtig ging es jedenfalls nicht, da das Gotteshaus wegen Anstricharbeiten derzeit geschlossen ist. 

Schon vor einem Jahr war der junge Pole Piotr Szabat an der Mosel zu Gast und konzertierte zusammen mit Josef Thiesen zugunsten der neuen Orgel für Rachtig. Während er damals als Teilnehmer der jungen Orchesterakademie der Mosel Festwochen ohnehin in der Region war, kam er in diesem Jahr extra aus Polen, um dem Orgelprojekt zu helfen.Das es sich bei Szabat um ein bemerkenswertes Talent handelt, war schon im letzten Jahr zu spüren.

Wer ihn in diesem Jahr zum zweiten Mal erlebte, konnte deutliche Veränderungen feststellen. Szabat ist reifer geworden, sicherer und standfester. Sein Spiel, das schon 2000 begeisterte, zeigt eindeutig in eine sehr positive Richtung.So hatte der erste Satz aus Henryk Wieniawskis Violinkonzert d-moll viel Substanz. Szabat spielte nicht nur Noten sondern er musizierte vor seinen zahlreichen Zuhörern. Welche technischen Fähigkeiten er besitzt, zeigte er im Scherzo-Tarantelle des selben Komponisten.

Mit Leichtigkeit nahm er die dort eingebauten Hürden.Josef Thiesen, der mit zwei Orgelwerken (Suite Gothique von Leon Boëlmann und der zweite Satz aus Camille Saint-Saëns dritter Symphonie) dem Geiger eine Verschnaufpause gönnte, begleitete ihn ansonsten auf dem E-Piano. Bedauerlich war, dass dieses elektronische Instrument nicht die dynamischen Feinheiten zulässt, die ein echtes Klavier oder gar ein Flügel zu bieten hat.Rein Solistisch trat Szabat mit den ersten beiden Sätzen der Partita Nr. 2 in d-moll (BWV 1004) von Johann Sebastian Bach in Erscheinung. Auch hier zeigte sich die deutliche Weiterentwicklung, die der Musiker genommen hat. Wenn auch noch nicht bis ins letzte Detail ausgereift, so zeigte sein Spiel doch, welch große Talente in ihm stecken.Der zweite Teil des Abends war der etwas heiteren Muse gewidmet, so unter anderem einer Humoreske von Antonin Dvorak. Hier glänzte Szabat mit großer Virtuosität.Begeisterung löste er natürlich aus, als er seine drei Zugaben mit einer Violin/Klavier-Version des Mosella-Liedes begann. Sie beschloss einen Abend, den der Förderverein als einen Höhepunkt in der Liste seiner Aktivitäten verbuchen kann.

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Datum der letzten Überarbeitung: 05.08.2001