Orgel-Förderverein St. Marien-Rachtig e.V.

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Dienstag, 10. Juli 2001

KIRMES

Ein Halleluja für zwei Drehorgeln 

In der Marienkirche spielten fünf Organisten  auf sieben Instrumenten 

Von unserem Mitarbeiter
Gerhard W. Kluth
Drehorgeln vor dem Hochaltar: Zur Rachtiger Kirmes gastiert die Drehorgelband "Harmonica" in der Marienkirche.foto: Gerhard W. Kluth

Zeltingen-Rachtig. Sieben Orgeln in einer Kirche? Das gibt es wenn Mosel Festwochen und Orgelförderverein Rachtig gemeinsam ein ungewöhnliches Konzert veranstalten.

Man muss sich schon etwas einfallen lassen, um zur Kirmes die Leute für ein Konzert in die Kirche zu locken. Das Risiko, trotz gutem Angebot, die Leute nicht aus dem Festzelt zu bekommen, ist relativ groß.

Hermann Lewen, Intendant der Mosel Festwochen, und Egon Kappes, Vorsitzender des Orgelfördervereins St. Marien in Rachtig gingen dieses Risiko ein und gewannen auf ganzer Linie. Selten war bei einem Orgelkonzert die Rachtiger Kirche so mit Menschen gefüllt.

Noch nie waren aber auch so viele Orgeln in der Marienkirche zu sehen. Fünf Organisten und sieben Orgeln kennzeichneten das Konzert mit dem Titel "Orgeldreher und Orgeltreter". Zu Gast war neben Josef Thiesen als Organist an der altersschwachen und lungenkranken pfarreigenen Orgel (der TV berichtete schon mehrfach) die Drehorgelband "Harmonica". Das Ensemble besteht aus den Ehepaaren Hans und Gertrud Hammer sowie Willi und Karin Lauffs.

"Harmonica" postierte sich mit insgesamt sechs verschiedenen Drehorgeln rund um den Altar und gab Klassisches und Volkstümliches zum besten. Die Bandbreite reichte von Johann Sebastian Bach (die berühmte Air und ein Präludium) über Mozarts "Kleine Nachtmusik" und Händels "Halleluja" bis hin zum "Gefangenenchor" aus Verdis Oper Nabucco und dem Volkslied "Kein schöner Land".

Ernst zu nehmen, im Sinne eines hochgeistigen, klassischen Konzertes, war die Veranstaltung nicht. Aber es stellt sich natürlich die Frage, ob immer alles mit dem geheiligten Ernst gesehen werden muss. An vielen Stellen trieb das Dargebotene den Zuhörern ein kräftiges Schmunzeln ins Gesicht. Ein Halleluja von zwei Drehorgeln gespielt hat einen ganz eigenen Charme, der mit anderen Besetzungen nicht erreichbar ist.

Einen besonderen Höhepunkt gab es, als Gertrud und Hans Hammer und Karin Lauffs zusammen Franz von Suppé's Operette "Dichter und Bauer" zitierten. Die besondere Schwierigkeit lag in der Synchronisation der drei Instrumente, die den Ausführenden hervorragend gelang.

Das Konzert war ein Augen- und Ohrenschmaus, der zur Rachtiger Kirmes hervorragend passte. Für die Mosel Festwochen stellte es wieder einmal unter Beweis, wie unendlich groß die musikalische Palette ist, mit der man erfolgreiche Konzerte veranstalten kann.

Am 29. August, 12 bis 13 Uhr, sendet SWR 4 einen Live-Mitschnitt des Konzertes.

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Diese Seite hat erstellt: Hans-Heiko Stein, Deutschherrenstr. 49, 54492 Zeltingen-Rachtig
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Datum der letzten Überarbeitung: 10.07.2001