Orgel-Förderverein St. Marien-Rachtig e.V.

54492 Zeltingen-Rachtig

   -Pressestimmen-


 
 

 


Es stand im: 

Freitag, 13. Dezember 2000

 
DIALEKT

Mundartkönner beleben den Saal 

"Die Leiendecker Bloas" aus Trier und die "Lempes Pläerza" aus Rachtig huldigen dem Dialekt

Von unserem Mitarbeiter
KLAUS KIMMLING
Passen gut ins Konzept des Abends: Die "Lempes Pläerza" mit ihrem Lied "Geh maol durch Roacht".Foto: Klaus Kimmling

 

Zeltingen-Rachtig. "Trerer Platt un Roachter Sproach" trafen im Sängerheim in Rachtig – im Rahmen der Moselfränkischen Mundarttage 2000 – aufeinander. Für die zahlreichen Zuschauer bedeutete das Spaß und gute Unterhaltung.

Die Zuschauer im Rachtiger Sängerheim, die das Mundartprogramm genossen, taten gleichzeitig ein gutes Werk zu Gunsten des Orgel-Fördervereins St. Marien Rachtig. Der Verein kommt seinem großen Ziel jedes Jahr näher, nämlich der alten Balthasar König Orgel in der St. Marienkirche zu neuem Glanz und vor allem neuen Klang zu verhelfen.

Auf alle Fälle löste die "Leiendecker-Bloas" ein, was sich die Veranstalter versprachen: ein volles Haus und vor allem begeisterte Zuhörer. Der Vorsitzende des Orgel-Fördervereins, Egon Kappes, freute sich ganz besonders darüber, dass sich so viele Jugendliche interessiert zeigten und somit ebenfalls zum Erfolg der Veranstaltung beitrugen. Ohnehin sieht er in künftigen kulturellen Beiträgen und der aktiven Brauchtumspflege seines Vereins eine gewisse Verpflichtung. "Und unsere Jugend macht hier auch voll mit", würdigte Kappes das Engagement der jüngeren Generation.

Im Vordergrund steht für den Verein jedoch zunächst die Realisierung des Orgel-Projektes. Knapp die Hälfte der schätzungsweise 700 000 Mark teueren Renovierung des Musik-Instrumentes hat der Förderverein in den zurückliegenden fünf Jahren "aufgetrieben". Kappes schätzt, dass vielleicht im Jahre 2003 die aufwendigen Arbeiten angegangen werden können. "Es ist sozusagen Land in Sicht, wenngleich noch ein langer Weg vor uns liegt", bekannte der Vorsitzende. Über das Rekordergebnis von 15 Flaschen versteigerten Weines freute sich der Vorsitzende, weil das den Förderverein um weitere 1000 Mark weiter bringt.

Nicht nur die Trierer Mundart-Gruppe, die mit ihren Ohrwürmern "Rösi, oh Rösi, Krombeer-kieschelsche, du guckst jo so grimmisch" huldigte dem Dialekt und sorgte für Stimmung. Auch eine stattliche Zahl von "Roachtern" beteiligte sich an der Programmgestaltung und ließen der Rochter Sproach freien Lauf. Mehr als einmal blitzten die Augen von Helmut Leiendecker anerkennend über Gesangsvorträge auf. Hier überzeugten besonders die "Lempes Pläerza" (am Klavier Josef Thiesen), die "Rocht" in Reimen besangen und damit die Gäste zum Mitsingen und -schunkeln provozierten.

Stefan Becker, einer der Wortführer der Jugendlichen und begeisterter Fan der Mundart-Gruppe, sang mit den "Leiend(b)ecker-Bloas" – wurde allerdings von diesen trotz seines guten Beitrages in Rochter Platt nicht verpflichtet. Weitere Beiträge folgten von Edmund Becker, unter anderem über "Dä neie Joahrgang" und von Stefan Morbach.

Landrätin Beate Läsch-Weber passte sich dem Geschehen an und erzählte auf "Eifeler Platt" die Geschichte eines Jungen, der entgegen der Annahme seiner Eltern so gar nicht mehr an den Nikolaus glaubte.

"Watt dem ähne rähscht, ess dämm annere bellisch – un dou, Nikolaus, bäss och net hailisch" – war das Fazit der Geschichte. Dass es gar nicht so leicht ist, vor versammelter Mannschaft auf rein "Roachter Platt" eine Rede zu halten, bemerkte Bürgermeister Hans Peter Ehses bei seiner Ansprache. Denn immer wieder verfiel er unbeabsichtigt ins Hochdeutsche.
 

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,,TRERER PLATT UN ROACHTER SPROACH"
heißt es am Samstag, 9. Dezember, um 19 Uhr im Sängerheim Rachtig. Die ,,Leiendecker Bloas" (Foto) und Akteure aus Rachtig sorgen für einen zünftigen Moselabend. 
Karten beim Verkehrsbüro Zeltingen-Rachtig, Telefon 06532/2404, 
im Sängerheim, Telefon 06532/3659, 
bei der VG Bemkastel-Kues, Telefon 06531/54100 
und beim Orgel-Fördeiverein, Telefon 06532/2351.

 


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Datum der letzten Überarbeitung: 13.12.2000