Orgel-Förderverein St. Marien-Rachtig e.V.
54492 Zeltingen-Rachtig

Was macht unsere neue Orgel?


Termine zum Vormerken:

20.09.2004 - Tag der Orgelankunft

03.10.2004 - Tag der offenen Empore

Viele Helfer beteiligen sich beim Ausladen der Orgel-Bauteile. Foto: Marita Blahak

Foto: Marita Blahak

Foto: Marita Blahak

Foto: Marita Blahak

 

Orgel-Anlieferung
10 Monate nach dem Abbau der alten Orgel wird am Montag, 20. September 2004 ca. 15.30 Uhr, die in der Werkstatt Weimbs in Hellenthal/Eifel erstellte und wieder in Einzelteile zerlegte "neue Orgel mit historischem Prospekt" mit einem Lastzug an der Kirche angeliefert.

Stand der Arbeiten am 30.07.2004
Unsere Orgel in der Werkstatt - Gut zu sehen ist der historische Teil und die neuen Erweiterungen

Wir wollen der "Königin der Musikinstrumente" einen würdigen "Empfang" bereiten und rufen schon jetzt die Pfarrangehörigen dazu auf. Nach der Begrüßung am Ortseingang und einem festlichen Geleit findet in der Pfarrkirche eine kurze Dankfeier statt. Dann wird der Lastzug unter Anleitung von Orgelbaumeistern und der Mitwirkung von Helfern entladen. Die Einzelteile werden sorgfältig in die Kirche transportiert. Bis die Orgel wieder - und diesmal endgültig - zusammen gebaut ist, vergehen zwei bis drei Wochen. Die Empore hat nach der Sicherung und Erweiterung auf die ursprüngliche Größe der ersten Kirche eine andere Aufteilung und bietet endlich ausreichend Platz.

Orgelbau-Richtfest und Einweihung der Empore
Am Sonntag, 3.10.04 findet der Tradition entsprechend das "Orgelbau-Richtfest" mit Einweihung der Empore und Besichtigung der neuen Orgel statt. Allen Interessierten bietet sich die Gelegenheit, das neue Glanzstück unserer Kirche hautnah zu bewundern, bevor die Empore für die Restarbeiten und die Intonation der Orgel für einige Monate geschlossen bleiben wird.
Während der Montage der Empore und der Orgel ab September kann es an manchen Tagen zu kleinen Einschränkungen für die Kirchenbesucher kommen, wofür wir schon jetzt um Verständnis bitten.

Orgelweihefest
Nach den umfangreichen Intonationsarbeiten an der Orgel vor Ort wird die Feier der Orgelweihe voraussichtlich im Februar/März nächsten Jahres sein.
Es ist eine große Freude für die Pfarrei St. Marien Rachtig, wenn dann die "neue Orgel im alten Gewand" wieder erklingt. Mit den Nachbarpfarreien der Seelsorgeeinheit, Zeltingen, Erden und Lösnich wollen wir die Fertigstellung festlich begehen.

 

Fehlende Teile der Ornamentik müssen ersetzt werden

 

 

Stand der Arbeiten am 15.07.2004:

Unsere Orgel in der Werkstatt - Gut zu sehen ist der historische Teil und die neuen Erweiterungen

 

Viele Details erfordern eine liebevolle Restaurierung

 

 

 

Stand der Arbeiten am 15.04.2004:

Besuch der Orgelwerkstatt Weimbs in Hellenthal

An der ersten Informationsfahrt nach dem Abschluß des Orgelvertrages mit dem Familienunternehmen Weimbs Orgelbau in Hellenthal beteiligten sich Mitglieder des Orgelvereins und am Projekt interessierte Orgelfreunde, um einmal die Besonderheiten einer modernen Orgelwerksttätte zu besichtigen und zum zweiten, sich ein Bild über den Stand der im Bau befindlichen Rachtiger Orgel zu verschaffen.

Orgelbaumeister Frank Weimbs begrüßte die Fahrtteilnehmer und erzählte aus der Geschichte der 1927 gegründeten Firma. Nach einem Besuch im Holzlager wurde die Pfeifenwerkstatt besichtigt, in der auch die schon fertig restaurierten historischen Prospektpfeifen der Rachtiger Orgel gezeigt werden konnten. Erst nach einem Rundgang über verschiedene Arbeitsstationen ging es in den Montagesaal, der in einem hohen Turm untergebracht ist. Neben der großen, fast fertigen Orgel für Saarburg stand ein Holzpodest mit den Grundmaßen des künftigen Rachtiger Instrumentes, auf dem nun Schritt für Schritt die neue Orgel aufgebaut werden soll. Anhand der bereits vorhandenen Teile erklärte Frank Weimbs die Funktionsweise der Mechanik und der Windversorgung und erläuterte die vorgesehenen Arbeitsschritte bezüglich der Restaurierung der alten Gehäuseteile und des Schnitzwerkes.Für die Überarbeitung und Ergänzung der teils stark beschädigten Schnitzereien am Prospekt werden Restauratioren beauftragt. Dabei soll möglichst viel von der vorhandenen Substanz gerettet und auch die farbliche Fassung nach Möglichkeit im derzeiigen Zustand bleiben.

Der Seniorchef Friedbert Weimbs demonstrierte anschließend die Vorgehensweise beim Intonieren, der Klanggebung der Pfeifen, und berichtete, daß bis zur Fertigstellung einer Orgel jede Pfeife 150 bis 200mal in die Hand genommen wird. Zum Schluß wurde noch das Konstruktionsbüro besichtigt, wo an modernen computergestützten Arbeitsplätzen jeder einzelne Bauabschnitt und jeder Handgriff vorgeplant werden. Beeindruckt von dem immensen Arbeitsaufwand und dem hohen handwerklichen Können der Orgelbauer äußerten viele der begeisterten Besucher Verständnis für die hohen Kosten des Orgelbaus. Der Vorsitzende des Orgelfördervereins, Egon Kappes, bedankte sich bei der Firma Weimbs mit einigen guten Flaschen Moselwein und Moselsekt für die informative Veranstaltung. Zum Abschluss der Fahrt demonstrierten Josef und Theresia Thiesen in der Pfarrkirche St.Anna in Hellenthal an der von Weimbs 1986 erbauten Orgel, wie man meisterliche Arbeit aus Holz und Metall - ebenso gut gespielt- in harmonische Klänge verwandeln kann und die seit Jahrhhunderten bewährte mechanische Orgel-Bauweise heute zu Recht wieder ihre volle Bewertung erlangt.

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Stand der Arbeiten am 25.03.2004:

 
 
 
Detail der Ornamentik, das Bild lässt nur erahnen, dass einige Teile fehlen oder zerbrochen sind.
Dem Vernehmen nach wird diese Pfeife nicht in unsere Orgel eingebaut!
 

 

In der Werkstatt in Hellenthal steht jetzt ein Podium, auf dem die Orgel Schritt für Schritt aufgebaut werden wird. Die Front des Rückpositivs steht bereits, an der Ergänzung des Gehäuses wird gearbeitet. Für die Überarbeitung der Schnitzereien sollen Angebote von Restauratoren eingeholt werden. Die Windladen sind bereits in fortgeschrittenem Stadium. Zur Zeit werden die Schleifen, mit denen später die Register geschaltet werden, eingepaßt und eingesetzt.

Die Prospektpfeifen sind bereits fertig überarbeitet und die Schäden beseitigt worden. Alle konnten wieder einwandfrei zum Klingen gebracht werden. Sogar die durch Splitterlöcher im Labienbereich stark beschädigte Pfeife konnte gerettet werden.

In der Besprechung am 25.03. konnten zusammen mit Frau Dr. Daentler von der bischöflichen Denkmalbehörde, Architekt Eltges vom Generalvikariat, Architekt Berdi sowie Orgelbaumeister Frank Weimbs die äußeren Parameter wie Behandlung der Holzoberflächen, Ergänzung und Farbgestaltung der Emporenbrüstung besprochen werden. Bekanntlich ist die Emporenbrüstung derzeit mit einer häßlichen, fürchterlich dicken braunen Farbe gestrichen. Darunter wurden mindestens drei weitere Farbschichten festgestellt, die noch alle aus der alten Kirche vor 1903 stammen, deren Freilegung aber als zu aufwändig verworfen wurde. Außerdem wurde mitgeteilt, daß unabhängig von unserem Orgelbau derzeit eine Sicherheitskommission sämtliche Emporen im Bistum überprüft hinsichtlich Absturzgefahr. Emporengeländer müssen mindestens 1m hoch sein, in Rachtig sind es z. Zt. vorne nur 90 cm, an den Seiten ca. 80. Auch die Abstände zwischen den Pfosten sind an den Seiten zu groß. Dieses könnte noch weitere Sicherungsmaßnahmen nach sich ziehen.

Zur statischen Sicherung der Empore müssen zwei Stahlträger in Längsrichtung über diese hinweg gelegt werden. Die Träger liegen vorne auf den Holzpfeilern, hinten im Mauerwerk am Turm auf. Diese Stahlträger werden von Schreiner Guido Kön mit einem Podest verkleidet, worauf anschließend die Orgel zu stehen kommt. Mittlerweile ist auch zweifelsfrei geklärt, daß die Empore aus der alten Kirche stammt, ihr Bau im 18. Jahrhundert hat 32 Taler gekostet. (Quelle: Die Kunstdenkmäler des Kreises Bernkastel, Düsseldorf 1935).

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Stand der Arbeiten am 01.12.2003:

In der letzten und vorletzten Woche wurde das alte Gehäuse in der Werkstatt teilweise wieder zusammengesetzt. Die beiden Stockwerke des Prospektes blieben dabei getrennt. Erst jetzt kann man den Umfang der notwendigen Restaurierungsmaßnahmen richtig erkennen.

Das nach außen massiv aussehende Gehäuse besteht meistens aus zwei Schichten Holz, innen Weichholz und außen aufgeleimte Eiche. Die vielen eingekerbten Inschriften, die vor allem auf der ehemaligen „Sodalitätsseite“ eingeschnitten sind, werden wohl erhalten bleiben. Am schwierigsten ist die Situation bei den Schleierbrettern und Ohren; den geschnitzten Verzierungen zwischen den Pfeifenfeldern und außen am Rand des Prospektes. Ein Großteil davon ist sehr stark beschädigt; aufgebrochene Leimungen, Wurmfraß und sonstige Beschädigungen aus den vergangenen Jahrzehnten betreffen jedes Teil. Einige Schleierbretter sind so stark zerbröselt, daß sie nur noch von einem auf der Rückseite aufgeklebten Filztuch zusammengehalten werden, außerdem fehlen auch einige Teile, die bereits in der Vergangenheit abgebrochen sind.

Ebenfalls starke Schäden weist die Farbfassung auf. Die Blattvergoldung blättert überall ab, ebenso einzelne Farbschichten.

In Zusammenarbeit mit Orgelsachverständigem und der bischöflichen Denkmalbehörde müssen nun zuerst die notwendigen Maßnahmen beraten werden. Gleichzeitig können jetzt in der Werkstatt die genauen Innenmaße des Gehäuses aufgenommen werden, was bisher in der Kirche so nicht möglich war. Entsprechend diesen Maßen kann dann die Konstruktion des Orgelinneren angepaßt werden.


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Diese Seite hat erstellt: Hans-Heiko Stein, Deutschherrenstr. 49, 54492 Zeltingen-Rachtig
eMail an: HHStein@web.de
Datum der letzten Überarbeitung: 25.09.2004