Orgel-Förderverein St. Marien-Rachtig e.V.
54492 Zeltingen-Rachtig

- Die Heiligen der Rachtiger Kirche -

 

 Foto: Bernhard Veit

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zu den Heiligen in die

 

RACHTIGER PFARRKIRCHE
St. MARIEN


Wiederbelebung

 

Pastor Johann Peter Glesius, Deutschordenspriester und Pfarrer in Rachtig in der Zeit von 1722 bis 1757 war nicht nur Erbauer der Pfarrkirche mit Turm, des Pfarrhauses  und Gründer vieler wichtiger Einrichtungen für die Jugend, sondern er hatte auch einen Blick für alles Edle und Schöne der Barockzeit. Dies zeigt sich heute noch an vielen Einrichtungsgegenständen, wie der Kanzel, der Kommunionbank, der Empore und der König-Orgel aus 1739, die meisten der Heiligenfiguren und vieles mehr.

Verständlicherweise sind die prächtigen Figuren mittlerweile „in die Jahre“ gekommen und bedürfen einer grundlegenden fachlichen Restaurierung.

 

Neues Projekt: Die Heiligen in der Rachtiger Pfarrkirche

 

Nach Altarinsel, Ausmalung, Sicherheitsmaßnahmen im Turm und Kirchenschiff, Fenstern und Türen,  Erneuerung der Orgel und Erweiterung der Empore steht nun ein neues Projekt an: Die Restaurierung der „Heiligen in der Pfarrkirche“. Auf den folgenden Seiten finden Sie die Fotos mit Kurzbeschreibung der Heiligen. Es geht in erster Linie um eine Bestandssicherung, eine Verbesserung des Erscheinungsbildes, Festigung der geschwächten Holzstrukturen (Holzschädlinge), Konsolidierung der gelockerten Farb- und Metallfassung, u. a. durch Reinigung, Kittung und Retuschierung der Wund- und Fehlstellen usw.


Eingang rechts:

Vorraum:    

Heiliger Johannes von Nepomuk

 

Der Gedenktag des Heiligen Johannes von Nepomuk ist am 16. Mai.

Man findet ihn häufig dargestellt als Brückenheiligen  im                Chormantel mit Kreuz, Palme, Kranz und fünf Sternen.

Johannes von Nepomuk wurde geboren um 1355 und wurde 1393 Generalvikar des Erzbischofs von Prag.

In Auseinandersetzungen zwischen König Wenzel und dem                Erzbischof wurde Johannes von Nepomuk am 20. März 1393                gefangen genommen, gefoltert und in der Moldau ertränkt.

Vierzig Jahre später wird bekannt, dass der König von Johannes von Nepomuk den Bruch des Beichtgeheimnisses verlangt habe.

Johannes von Nepomuk wurde im Dom zu Prag bestattet.

Sein Grab war schon früh Mittelpunkt der Verehrung.

Ende des 17. Jahrhunderts verbreitete sich sein Kult über Böhmen,  Österreich und Deutschland bis hin zum Rhein.

Johannes von Nepomuk ist Patron der Schiffer, Müller, Beichtväter, Priester und der Brücken.


Nische Taufkapelle:

 

 Foto: Bernhard Veit

 Mater Dolorosa

 

Der Gedenktag der Schmerzhaften Muttergottes ist der 15. September. Dieses Fest wurde 1423 in der Erzdiözese Köln eingeführt.

Im allgemeinen zählt man sieben Schmerzen Marias auf:

Darstellung Jesu im Tempel, Flucht nach Ägypten, Auffindung im Tempel, Begegnung auf dem Kreuzweg, Kreuzigung, Kreuzabnahme und Grablegung.

Als Kreuzwegstation ist uns besonders die Szene bekannt:

Jesus wird vom Kreuz genommen und in den Schoß seiner Mutter gelegt.

 


Seitengang:

 

 

 

Heiliger Josef

 

Der Gedenktag des Heiligen Josef ist der 19. März oder der 1. Mai als Patron der Arbeit.

Der Heilige Josef wird dargestellt mit Jesuskind auf dem Arm, als Zimmermann mit Axt oder Säge.

Manche Darstellungen zeigen ihn mit einem übergroßen Ohr, weil er derjenige war, der auf das Wort Gottes gehört hat.

Er wird als Patron der Kirche und der Familien verehrt.

Das Matthäusevangelium berichtet an einigen Stellen über den Heiligen Josef: Mt. 1,16 / 1,18-22;24 / 2,13 - 15

 

 


 

 

 

 

Heiliger Aloisius

 

Der Gedenktag des Heiligen Aloisius ist am 21. Juni.

Er wurde am 9. März 1568 geboren und war Page an den Fürstenhöfen. 1578 legte er das Gelübde der Jungfräulichkeit ab und 1585 trat er bei den Jesuiten ein. Weil sein Vater gegen den Eintritt ins Kloster war, verzichtete Aloisius auf sein Erbe.

Bei einer Pestepidemie pflegte er Kranke und erlag selbst der Seuche am 21. Juni 1591 in Rom. Sein Grab befindet sich in der Kirche San Ignaz.

Aloisius wird dargestellt  in Pagentracht oder in Soutane und Rochett mit Kreuz oder Lilie.

 


 Heiliger Raphael

 

Der Festtag des Heiligen Raphael ist der 29. September gemeinsam mit Michael. Er gehört zu den vier Erzengeln (Gabriel 24. März; Michael 29. September; und Uriel).

Raphael (hebr. = Gott heilt) erscheint in der Bibel als Bote Gottes.

(Tob. Kap. 4-12) Er begleitet den jungen Tobias auf der Reise und schützt ihn vor Gefahren. Den alten Tobit heilt er von seiner Blindheit.

Raphael wird dargestellt als Engel mit dem jungen Tobias an der Hand.

 

 

 

 


Seitlich vom Altar: 

 

Foto: Bernhard Veit

 

Heilige Elisabeth von Thüringen

 

Elisabeth (hebr. =Gott ist ein Schwur d.h. ist Vollkommenheit und Fülle). Ihr Gedenktag ist der 19. November.

Elisabeth lebte von 1207-1231. Vier Jahre nach ihrem Tod wird sie bereits heilig gesprochen.

Sie wird dargestellt in fürstlichen Gewändern oder in schlichter Kleidung, Armen die Füße waschend oder Almosen spendend mit einem Korb voller Rosen (Brotlegende).

 

 

 


Seitenaltar:

 

                                                                                 Foto: Bernhard Veit

 Heilige Familie

 

Das Fest der Heiligen Familie wird gefeiert am Sonntag in der Oktav von Weihnachten. Wenn es keinen Sonntag bis Neujahr gibt, fällt der Festtag auf den 30. Dezember.

Nach Lk. 2,22-40 wird Jesus eine Woche nach der Geburt zum Tempel gebracht um ihn dem Herrn zu weihen.

 Jeder Erstgeborene in Israel war dem Herrn geweiht und musste durch ein Opfer freigekauft werden.

Maria und Josef bringen als Opfer ein Paar Turteltauben dar. Es ist das Opfer der armen Leute.

Es heißt dann weiter, dass sie nach Nazareth zurückkehren. Das Kind wuchs und Gott erfüllte es mit Weisheit.

In Nazareth führte Jesus das verborgenen Leben, er war arm wie seine Eltern. Er erhält von ihnen alles was er zum Leben braucht, lernt sprechen, gehen, beten und arbeiten.

Er hat in einer ganz normalen alltäglichen Familie gelebt.


Eingang links:

Vorraum links:

 

 

 Heiliger Franziskus Xaverius

 

Der Gedenktag des Heiligen Franz Xaver ist der 3. Dezember.

Franz Xaver wurde 1506 geboren und schloss sich 1533 Ignatius von Loyola an. Er empfing 1537 die Priesterweihe. Er half Ignatius beim Verfassen der Ordensregeln der Gesellschaft Jesu (Jesuiten).

1541 fuhr Franz Xaver nach Indien und  weiter 1549 nach Japan, wo er christliche Gemeinden gründete.1552 wollte er nach China reisen, aber auf dem Weg dorthin  starb er am 3. Dezember 1552 auf der Insel Sancian.

Franz Xaver wird dargestellt in Jesuitenkleidung mit dem Kreuz in der Hand.

 

 


Vorraum rechts:

 

Heilige Anna Selbdritt

 

Der Gedenktag der Heiligen Anna ist der 26. Juli, zusammen mit ihrem Mann Joachim.

Im Protoevangelium des Jakobus wird uns von der Mutter Marias, der Heiligen Anna (hebr. die Begnadete) und ihrem Vater Joachim berichtet.

Anna gilt als Patronin der Mütter (Patrozinium in der Nachbargemeinde Erden).

Anna wird häufig dargestellt zusammen mit ihrer Tochter Maria und dem Enkelkind Jesu, wobei wir nicht wissen ob sie das Enkelkind noch gesehen hat.

Das Haupt Annas wird seit 1501 in Düren verehrt.

 

 

 


Seiteneingang:

 

Foto: Bernhard Veit

 

Heilige Apollonia

 

Der Gedenktag der Heiligen Apollonia ist am 9. Februar.

Die Heilige Apollonia lebte im 3. Jahrhundert in Alexandrien und wurde bei einem Christenprogrom schwer misshandelt. Ihr wurden die Zähne ausgeschlagen und man drohte ihr mit dem Tod auf dem Scheiterhaufen. Sie stürzte sich schließlich selbst ins Feuer.

Apollonia wird als Patronin der Zahnärzte verehrt.

Sie wird dargestellt als jungfräuliche Märtyrin mit Palme, Zange und Zahn.

 

 

 


Heilige Luzia

 

Der Gedenktag der Heilige Luzia ist der 13. Dezember.

Luzia lebte in Syrakus (Sizilien).  Früh legte sie das Gelübde der Jungfräulichkeit ab. Ihr Bräutigam zeigte sie während der Christenverfolgung Diokletians als Christin an. Die Legende erzählt, dass Luzia nach grausamen Martern durch einen Schwertstich in den Hals getötet wurde.

Sie wird dargestellt in Jungfrauentracht mit Palme oder Schwert und mit einer Halswunde.

Besonders in den nordischen Ländern wird das Luziafest mit vielen Bräuchen festlich begangen.

 

 

 

 

 


Seitenaltar: 

 

Foto: Bernhard Veit

 

Madonna mit Sternenkranz

 

Die Madonna mit Sternenkranz oder „Stella Maris“ (Stern des Meeres) genannt, wird in der Offenbarung des Johannes erwähnt. (Off. 12,1-18)

Eine Frau mit der Sonne bekleidet, der Mond unter ihren Füßen und ein Kranz von zwölf Sternen auf ihrem Haupt.

 Die Frau ist Sinnbild für das Gottesvolk, die Kirche und für Maria.

In Kirchenliedern wie: Meerstern ich dich grüße... wird Maria als das Bild der „Stella Maris“ besungen.

 

 

 


Kanzeldeckel:

 

Foto: Bernhard Veit

Jesus der gute Hirt

 

Im Johannesevangelium wird Jesus als der Gute Hirte bezeichnet.

(Joh. 10,1-18)

Ich bin der gute Hirt. Der gute Hirt gibt sein Leben hin für seine Schafe.

Oder im Gleichnis vom verlorenen Schaf, dem Jesus nachgeht.

(Lk.15,3-7) 

Bereits im Alten Testament wird Gott als der gute Hirte im Psalm 23: Mein Hirt ist Gott der Herr... gepriesen.


Eingang Turm:

Über dem Toreingang:

                                                                                    Foto: Bernhard Veit

 

Madonna

 

An vielen Stellen der Bibel wird von Maria erzählt. Angefangen von der Verkündigung und dem Besuch bei Elisabeth im Lukasevangelium. Weiter die Geburt bei Lukas oder Matthäus.
Das Wiederauffinden des jungen Jesus im Tempel bei Lukas. Dann Hochzeit zu Kana bei Johannes bis hin unter dem Kreuz.

In der Offenbarung (Off. 12.1 – 18) ist die Rede davon, dass sie der Schlange den Kopf zertritt.

 

 


Turm rechts:

 

Foto: Bernhard Veit

 

 Heiliger Georg

 

Der Gedenktag des Heiligen Georg ist der 23. April.

Georg war Soldat im römischen Heer und wurde 304  enthauptet.

In der Orthodoxen Kirche wird Georg als Erzmärtyrer verehrt.

Dargestellt wird Georg als Ritter, manchmal mit Pferd, manchmal ohne Pferd, dazu mit Schwert oder Lanze, die einen Drachen durchbohrt. Georg gehört zu den vierzehn Nothelfern, er ist der Nationalheilige Englands und der Patron der Pfadfinder.

 

 

 


Turm links: 

  

 

 

Kreuzigungsgruppe

 

Die Kreuzigungsgruppe im Turmraum der Kirche stammt wahrscheinlich aus dem Jahr 1634.

Alle Evangelien beschreiben die Kreuzigungsszene.

Nur das Johannesevangelium erzählt, dass Maria, die Mutter Jesu unter dem Kreuz stand und bei ihr Johannes. (Joh. 19,25-27)

 

 

 

 


Markantes Beispiel: Josef

 

Die Figur des Hl. Josef ist ein besonders markantes Beispiel für eine grundlegende Notwendigkeit der Restaurierung der wertvollen Barockfiguren, die äußerlich zwar noch recht gut aussehen, im innern jedoch zum Teil im Holz stark angegriffen sind.

 

Die wertvollen Statuen sollen durch fachliche Bearbeitung wieder in einen Zustand versetzt werden, dass sie die nächsten Jahrzehnte oder Jahrhunderte überdauern können. „Tradition verpflichtet, das gilt früher wie heute“ Helfen Sie mit, das Erbe unserer Väter zu erhalten. Sie können eine Patenschaft oder auch eine Teilpatenschaft für Ihren Lieblingsheiligen übernehmen oder auch über einen der drei (in jeder „Deutschordenskirche“, wie Rachtig eine war) aufgestellten Hauptpatrone: die Gottesmutter Maria, die Hl. Elisabeth und der Hl. Georg, oder sich durch Spenden an der Verwirklichung des Projektes beteiligen. (Spendenquittung auf Wunsch). Vielen Dank!

 

Pfarrgemeinde St. Marien Rachtig

Verwaltungsrat

 

Pfr. Moritz                stellv. V. Rudi Stülb

 

Bankkonto: Pfarrgemeinde St. Marien Rachtig. Sparkasse Mittelmosel,

BLZ 58751230 Konto-Nr. 63982

 



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Diese Seite hat erstellt: Hans-Heiko Stein, Deutschherrenstr. 49, 54492 Zeltingen-Rachtig
eMail an: HHStein@web.de
Datum der letzten Überarbeitung: 20.04.2008