Orgel-Förderverein St. Marien-Rachtig e.V.
54492 Zeltingen-Rachtig

ARCHIV 2009 - 2010

 


es stand im: "www.volksfreund.de" vom 31.8.2010:

Tuba und Orgel - ein außergewöhnliches Duo

Es ist schon eine Tradition, dass es zum Rachtiger Wein-Straßenfest auch Konzerte in der Marienkirche gibt. Die Konzertreihe erfreut sich beim Publikum großer Beliebtheit.

Zeltingen-Rachtig. (gkl) Orgel plus, also ein Konzert mit Orgel und einem Partnerinstrument, läuft immer. Beliebt sind die Kombinationen Orgel mit Trompete oder Oboe, aber auch mit Querflöte oder mit Violine wird häufig angeboten. Seltenheitswert dagegen hat das Duo Orgel und Tuba. Das allein

Ein ungewöhnlicher Blick in die Rachtiger Kirche. Jürgen Lejeune mit seiner Tuba.
TV-Foto: Gerhard W. Kluth

 war sicherlich schon ein Grund dafür, dass bei den beiden Konzerten von Kirchenmusiker Josef Thiesen und Tubist Jürgen Lejeune die Reihen in der Rachtiger Pfarrkirche dicht besetzt waren.

Tief hatten die beiden Musiker in der Schatzkiste der musikalischen Literatur suchen müssen, um Werke zu finden, die sich für diese außergewöhnliche Besetzung eignen, aber sie waren fündig geworden. Mit dem Duo, Opus 69, von Gisbert Näther und dem "Barocken Konzert für Tuba und Orgel" von Theodor Hlouschek fanden sie sogar zwei Originalkompositionen.
 
In der Romantik haben Orgelbauer häufig versucht, das Blasinstrument als Orgelregister nachzubauen. Bei diesem Konzert konnte man erleben, warum. Die Tuba integrierte sich ausnehmend gut in den Klang der Rachtiger Orgel, gab dem Pfeifenklang eine zusätzliche profunde Basis und verlieh etwa den eigentlich für Orgel solo geschriebenen Choralvorspielen, bei denen Lejeune die Melodie übernommen hatte, einen ganz neuen Charakter. Dieser Aspekt, kombiniert mit dem souveränen Können der beiden Musiker, machte aus den Konzerten einen wahren Kunstgenuss.
 
Eine besondere Anerkennung musste man Lejeune bei der F-Dur-Romanze von Max Reger zollen. Er schien bei diesem recht getragenen Werk schier unglaubliche Luftvorräte in seinen Lungen zu haben und konnte auf bewundernswerte Art mit der Orgel mithalten. Auch das war in Rachtig ein bemerkenswertes Erlebnis.

 


es stand im: "www.volksfreund.de" vom 6.7.2010:

Orgeltouristen entdecken Klangwelten

Von unserem Redaktionsmitglied Anita Lozina

Sie gilt als die Königin der Instrumente: die Orgel. Auf der Orgelwanderfahrt des Förderkreises Kirchenmusik haben die Teilnehmer gleich fünf dieser adligen Damen in kleinen Konzerten kennengelernt.

Trier/Saarburg/Schweich/Rachtig.
Plötzlich ist es in der Welschnonnenkirche still. Nur noch ein leises Klacken der Tasten der Kirchenorgel ist zu hören. "Ziehen!", flüstert die Organistin dem Mann zu ihrer Rechten zu. Sie zeigt auf zwei dicke Lederbänder, die in die Orgel hineinführen. Der Mann ist zunächst verwirrt, zieht aber dann doch an einem der Bänder. Damit füllt er die Blasebälger im Inneren des Instruments mit Luft, die schwere Steine langsam wieder herunterdrücken. Und siehe da: Die Orgel ertönt in strahlendem Klang.
 
Normalerweise kommt ein Laie gar nicht erst dazu, diese Orgel zu bedienen. Doch auf der jährlichen Orgelwanderfahrt des Förderkreises Kirchenmusik St. Marien Rachtig ist alles anders. Die 55 Teilnehmer können im Rahmen des Mosel Musikfestivals nicht nur Konzerte auf fünf verschiedenen Kirchenorgeln in Saarburg, Trier, Rachtig und Schweich hören, sondern auch die Stumm-Orgel (benannt nach ihrer Bauwerkstatt) in der Welschnonnenkirche von innen betrachten, die sich noch ganz traditionell von Hand bedienen lässt.
 
Schon am frühen Morgen erwartet die Teilnehmer - unter anderem aus Köln und Düssedorf - in der Pfarrkirche St. Laurentius in Saarburg die Weimbs-Orgel mit einem Glockenspiel, das an diesem sonnigen Tag irgendwie an Weihnachten erinnert. Im Trierer Dom geht es später andächtiger zu. Die Rachtiger Organistin Theresia Thiesen sitzt an der Chororgel, während ihr Ehemann und Kollege Josef Thiesen an der Schwalbennestorgel auf seinen Einsatz wartet. Bereits seit über zehn Jahren begleitet das Ehepaar die Tour. Sind denn die Gäste alle Orgelexperten? "Nein", sagt Thiesen. "Das ist ein ganz normales Konzertpublikum. Es macht Spaß, ihnen all die Orgeln zu zeigen - und auch mal Stücke ohne sakralen Bezug zu spielen."
 
Die Teilnehmer sitzen derweil im Altarraum, während im Dom der ganz normale Touristenalltag weiterläuft. Eigentlich sollte Domorganist Josef Still hier spielen, doch ein Armbruch kam ihm in die Quere. Macht nichts: Die Thiesens erarbeiteten kurzerhand auch für den Dom ein Programm. Bei Bachs "Präludium und Fuge in D-Dur" zieht Josef Thiesen auf der Hauptorgel alle Register, nutzt die Kapazitäten des Instruments voll aus. "Einfach toll", sagt Martha Eltges aus Rachtig. "Das geht ganz tief in den Körper rein."
 
Die Gruppe zieht weiter nach Schweich. Draußen ist es mittlerweile heiß und hektisch, in der Pfarrkirche St. Martin aber ist es kühl und ruhig. "Wie in einer anderen Welt", staunt Eltges. Hier ist die Gruppe ganz unter sich. Ein Mann legt seinen Arm um seine Frau - die zwei verbleiben das ganze Konzert über in dieser zärtlichen Position. "Seit den Anfängen dieser Wanderfahrt bin ich dabei", sagt Josef Neumann aus Beuren (Kreis Cochem-Zell) hinterher. "Nach über einem Jahrzehnt bin ich immer noch begeistert."
 
Mit dem Bus geht es nach Rachtig. Die Teilnehmer haben die Saarmündung, die Mosel, später auch kleine Orte gesehen und Trier kurz erkundet. Eine Kombination, die Teilnehmer Heinrich Bockholt aus Koblenz zu schätzen weiß. "Die Musik ist wirklich erstklassig; aber wir lernen hier nicht nur Kultur, sondern auch noch Land und Leute kennen."


 

 

es stand im: "www.volksfreund.de" vom 30.6.2010:

Beschwingter Jazz und spröde Herbheit an der Orgel

Bach, Mendelssohn und der polnische Komponist Jan Gawlas prägten ein Sonderkonzert in der katholischen Pfarrkirche St. Marien in Rachtig.

Zeltingen-Rachtig. (gkl) Das Achtelfinale in der Fußballweltmeisterschaft und auch das wahrhafte Kaiserwetter konnte eine, wenn auch kleine Anzahl von Musikfreunden nicht davon abhalten, das jüngste Orgelkonzert in der Pfarrkirche St. Marien in Rachtig zu besuchen.
 
Auf Vermittlung von Miroslaw Fojtzik, dem organisatorischen Leiter des Landesjugendorchesters Rheinland-Pfalz, saß mit Mira Maria Cielak eine erst 22-jährige Polin am Spieltisch der König-Weimbs-Orgel.
 

Auf Vermittlung von Miroslaw Fojtzik kam Mira Maria Cielak an die Mosel. TV-Foto: Gerhard W. Kluth

Die Organistin bot ihren Zuhörern ein ebenso opulentes wie ambitioniertes Programm. Eingerahmt von der "Suite Modale" des belgischen Komponisten Flor Peeters und der dritten Orgelsonate von Felix Mendelssohn Bartholdy bildete Johann Sebastian Bachs Schaffen einen Mittelpunkt mit drei verschiedenen Choralvorspielen zu "Nun komm, der Heiden Heiland" und der Partita "Sei gegrüßet, Jesu gütig".
 
Cielak konnte trotz ihrer Jugend deutlich machen, dass sie die Werke schon durchdrungen hat und setzte eigene Schwerpunkte in ihrer Interpretation.
 
Mit Präludium und Fuge über "Komm, heiliger Geist" von Jan Gawlas erwies sie ihrer Heimat die Reverenz. Ein überaus lebendig interpretiertes Werk, dessen Beschwingtheit im Präludium fast schon ein wenig an Jazz erinnerte, in der Fuge aber eine gewisse spröde Herbheit nicht leugnen konnte.
 
Bei aller Virtuosität, die man der Interpretin nicht absprechen darf, waren allerdings Präludium und Fuge über "BACH" von Franz Liszt als Finale des Abends ein Fehlgriff. So farbenreich, wie das Rachtiger Instrument auch ist, für dieses hochromantische Werk ist es nicht geeignet. Zu viele klangliche Brüche und mangelnde fließende Dynamik störten hier den Gesamteindruck.


Ein Konzert der besonderen Art:

In der Kirche St. Marien in Zeltingen-Rachtig erklingen Orgelwerke von Flor Peeters, Johann Sebastian Bach, Felix Mendelssohn Bartholdy, Jan Gawlas und Franz Liszt.

Auf Einladung des Förderkreises Kirchenmusik St. Marien-Rachtig und des Landesjugendorchesters Rheinland-Pfalz gastiert in der St. Marien-Kirche in Rachtig:

Mira Maria Cieślak,


eine Ausnahmeorganistin aus Polen. Ihr Recital auf der wunderbaren König-Weimbs Orgel findet am

Sonntag, 27. Juni 2010, um 19 Uhr statt.

Neben Kompositionen von Johann Sebastian Bach, Mendelssohn Bartholdy oder Liszt erklingen Werke von hierzulande weniger bekannten Komponisten wie Flor Peeters aus Belgien und Jan Gawlas aus Polen.

Das Konzert in Rachtig ist ein Teil der Festivitäten anlässlich der 100 Jahr-Feier Pfarrkirche St. Marien. Wer die Qualität der Organistin Mira Maria Cieślak kennt, weiß, dass man sich auf eine herausragende Interpretation und Spielqualität freuen darf.

Der Eintritt zum Konzert ist frei. Um eine Spende wird gebeten.

Die aus Oberschlesien stammende Organistin Mira Maria Cieślak erhielt ihren ersten Musikunterricht bei ihrer Mutter, bevor sie dann Schülerin an der Oskar-Kolberg-Musikschule in Radom wurde.

Zunächst lernte sie Klavier bei Prof. Maria Smykowska und wechselte dann in die Orgelklasse von Prof. Robert Pluta.

Seit 2004 studiert Mira Maria Cieślak Orgel an der Karol-Szymanowski-Musikhochschule in Kattowitz (Katowice) bei Prof. Julian Gembalski. Ergänzend dazu studiert sie Musikwissenschaften und Musiktheorie an derselben Hochschule.

Mira Maria Cieślak besuchte Meisterkurse bei Prof. Edgar Krapp, Olivier Latry, Prof. Lorenzo Ghielmi, Prof. Bruno Oberhammer, Jean-Luc Perrot und Prof. Daniel Roth.

Neben solistischem Orgelspiel pflegt sie die Kammer- und Chormusik. U.a. ist sie Mitglied des hervorragenden Kammerchores der Musikhochschule Kattowitz, der von Prof. Czeslaw Freund musikalisch geleitet wird.

Mira Maria Cieślak konzertiert viel in ihrem Heimatland Polen und im Ausland. Konzertverpflichtungen führten sie nach Litauen, Österreich, Frankreich, Deutschland und in die USA.

 




es stand im:

"www.volksfreund.de" vom 7.4.2010:

Mit Glockengeläut ins Jubiläum

Der Grundstein für die heutige Pfarrkirche St. Marien Rachtig wurde 1906 gelegt, die feierliche Einweihung der Kirche erfolgte am 9. Juni 1910. Mit einer Festwoche erinnert die Pfarrgemeinde an das 100-jährige Bestehen.

Zeltingen-Rachtig. (mbl) "Kirche hat viele Gesichter", sagt Egon Kappes, Leiter des Festausschusses, der das Kirchenjubiläum vorbereitet. Die Kirche sei nicht nur das höchste Gebäude im Dorf, Kirche bedeute Gemeinschaft und Zusammenwirken im Glauben inmitten eines lebendigen Dorflebens. Die Rachtiger feiern ihre Jubiläumswoche zusammen mit der großen Pfarreiengemeinschaft Bernkastel-Kues. Ziel sei es auch, die bisherige gute Zusammenarbeit zwischen Kirche und Dorf weiter zu stärken, denn beide bilden eine Einheit, zu der auch die Ökumene gehöre. So ist auch die evangelische Kirchengemeinde Bernkastel-Kues eingeladen.
 
Der Kirchenbau erlebte in Rachtig eine wechselvolle Geschichte. Die Mutterkirche, an die heute noch die Kapelle "Altkirch" an gleicher Stelle erinnert, stand einst hoch oben in den Weinbergen und diente den vier Dörfern Zeltingen, Rachtig, Erden und Lösnich als Pfarrkirche. Als es um einen Neubau mitten im Dorf ging, gab es innerhalb der drei "Herren" im Zeltingen-Rachtiger Herrschaftsbereich, dem Kurfürst von Köln, dem Erzbischof von Trier und dem Deutschherrenorden, große Diskussionen zur Übernahme der Finanzierung.

Zwei große Priestergestalten und kirchliche "Manager" sind eng mit der Präsenz einer "Kirche im Dorf" verbunden. Erstens der gebürtige Rachtiger Deutschordens priester Peter Glesius, der die Pfarrei 1722 übernahm und auf dessen Initiative bereits im folgenden Jahr mit dem Bau einer Kirche im Dorf begonnen werden konnte. 1903 musste diese wegen Baufälligkeit auf polizeiliche Anordnung hin geschlossen werden. Diesmal war es der Rachtiger Pfarrer Johannes Rohr, der sich für einen Neubau einsetzte. Ein "Kirchenbau-Verein" wurde gegründet, und 1906 konnten die Vorarbeiten losgehen. Die alte Kirche wurde bis auf den barocken Westturm abgebrochen und an der selben Stelle erstand nach Plänen des Trierer Dombaumeisters Julius Wirtz ein neues Gotteshaus in neuromanischem Stil. Die feierliche Einweihung erfolgte am 9. Juni 1910. Höhepunkt in der langen Liste kirchlicher "Sanierungs- und Erhaltungsmaßnahmen" war die Erneuerung und Erweiterung der Orgel, die mit vereinten finanziellen Kräften vom "Orgelförderverein" und zahlreichen Förderern und Spendern realisiert wurde. Die Weihe der König-Weimbs-Orgel erfolgte am 6. März 2005.
 
Neun Pastöre, angefangen bei Johannes Rohr bis zum heutigen Pfarrer Georg Moritz, prägten die 100 Jahre Kirchengeschichte. Theresia Thiesen ist die aktuelle Organistin von insgesamt fünf, die die Orgel spielten. Mit dem 100-jährigen Bestehen von St. Marien steht nun ein weiterer Höhepunkt in der Rachtiger Kirchengeschichte bevor. Die Pfarrgemeinde lädt vom 3. bis 9. Juni zur Festwoche ein. Jeder Tag bietet ein Programm zum Miterleben und Mitmachen. Am Pfingstsonntag, 23. Mai wird im Festhochamt das Jubiläumsfestbuch vorgestellt.
 
Extra Programm des Rachtiger Kirchenfestes: Donnerstag, 3. Juni (Fronleichnam): 19 Uhr, Pfarrkirche, Solistenkonzert mit dem Orchester der Kreismusikschule. Freitag, 4. Juni, 9.30 Uhr: Kulturwanderung von Kurköln zu den Deutschherren mit Abschluss an der Kapelle Altkirch, 20 Uhr: Kreis-Chorverband präsentiert in Zusammenarbeit mit dem Kultursommer Rheinland-Pfalz ein großes Chorkonzert mit dem Maulbronner Kammerchor. Samstag, 5. Juni, 11 Uhr, Pfarrkirche: Fest der Ökumene und Tag des offenen Gotteshauses; 20 Uhr, Deutscherrenplatz: historisches Weinprobenspiel "Die Rachtiger Visitation". Sonntag, 6. Juni, 10 Uhr, Festhochamt mit dem Bischöflichen Generalvikar Prälat Georg Holkenbrink, Messe in B-Dur von Hermann Schroeder; Unterhaltung für Jung und Alt auf dem Deutschherrenplatz und Pfarrhof; Tag der Vereine mit Chor & Band Donnerwetter der Rosenbergschule; 20 Uhr, Konzert für Orgel, drei Trompeten und Pauken. Montag, 7. Juni, ab 14 Uhr: Tag der Kinder und Senioren auf dem Deutschherrenplatz; 19 Uhr, ökumenischer Gottesdienst mit dem evangelischen Kirchen- und Posaunenchor. Dienstag, 8. Juni, 18.30 Uhr: Gedenktag mit Prozession zur ersten Kirche in den Weinbergen mit heiliger Messe. Mittwoch, 9. Juni, 18.30 Uhr, Abschlussgottesdienst mit Bruno Fromme, Abt der Abtei Himmerod. (mbl)


Mosel Musikfestival

Orgelwanderfahrt 2010

Samstag 26. Juni 2010, 8 bis 18,30 Uhr

Deutsche Orgelbaukunst an Saar und Mosel:

Saarburg, Trier und Schweich

Konzerte an fünf neuen
oder restaurierten Orgeln:

Weimbs, Klais, Stumm und Führer

 Herzliche Einladung zur Orgelwanderfahrt 2010!

Auch 2010 ist die Orgelwanderfahrt im Programm des Mosel-Musikfestivals eine wichtige Veranstaltung. So heißt es u.a. in der Festbroschüre:

„Sie ist die unbestrittene Königin der Instrumente: die Orgel. Der ganze Klangreichtum, die ungeheuere Vielfalt der Registrierung und die Individualität jeder für ihren Kirchenraum konzipierten Orgel werden unmittelbar erlebbar bei der Orgelwanderfahrt des Orgelfördervereins Rachtig“.

Diesmal können Sie miterleben: Orgelbesichtigungen mit Kurzkonzerten in der  

Es spielen die Organisten Josef und Theresia Thiesen, Zeltingen-Rachtig,
im Trierer Dom: Domorganist Josef Still

Freunden der Orgelmusik und des Orgelbaues bietet die schon zur Tradition gewordene Wanderfahrt in ihrer ganzen musikalischen Ästhetik, technische Präzision und unglaubliche Klangfülle, diesmal an fünf unterschiedlichen neuen und restaurierten Instrumenten.

Information und Anmeldung: Förderkreis Kirchenmusik - Egon Kappes,
Kehlenbachstr. 7, D-54492 Zeltingen-Rachtig,
Tel. 06532-2351, Fax 945328, Email: Egon.Kappes@t-online.de

Achtung: Leider ist die Orgelfahrt bereits ausgebucht!,
Anmeldungen nur noch auf die Warteliste.


 

Kammer-Ensemble Camerata Cusana

Ausführende:

Kammer-Ensemble Camerata Cusana

Orgel: Josef und Theresia Thiesen

Gesamtleitung: Wolfgang Lichter

 


Kultureller Beitrag zum
30. Rachtiger Wein-Straßenfest:

Silberner Orgelklang zum goldenen Wein
Am Sonntag 30. August 2009  10.30 -15.00 und 18.00 Uhr

„Silberner Orgelklang und goldener Wein" so nannte Kantor Gisbert Wüst aus Bendorf den ersten Orgelzyklus zum Rachtiger Weinstraßenfest im Jahre 2005, dem Jahr der Orgelweihe der neuen König-Weimbs-Orgel in der Pfarrkirche St. Marien Rachtig. Der Erfolg der ersten Konzertreihe hat den damaligen Orgel-Förderverein veranlasst, diese Konzerte in den folgenden Jahren fortzusetzen. In Gesprächen mit interessierten Besuchern kamen immer wieder die Überraschung und der Dank zum Ausdruck, ein solches kulturelles Angebot im Rahmen einer Weinfestveranstaltung zu erleben. Verschiedene namhafte Organisten spielten in den Folgejahren nach unterschiedlichen Themen. Die Kirche bringt sich so direkt in das „weltliche" Festgeschehen ihrer Pfarrangehörigen und Gäste mit Musik zur Freude am Wein ein und steht nicht mehr abseits vom Volk.

An der König-Weimbs-Orgel (1739/2005)
in der St. Marienkirche:
Bruder Andreas Warler,
Organist an der größten König-Orgel im Kloster Steinfeld/Eifel (Bild)

Für die Konzertreihe zum 30. Jubiläums-Weinstraßenfest am Sonntag, 30. August 2009 in Rachtig wurde Br. Andreas Warler (SDS), Organist an der König-Orgel der Basilika des Klosters Steinfeld in der Eifel eingeladen. Er hat vor einigen Jahren beim Besuch des Chores der Basilika Steinfeld die Rachtiger Orgel kennen gelernt und war so begeistert, dass er gleich eine Zusage gab, bald wieder zu kommen. Am 30. August ist es soweit.

Die König Orgel in der Basilika des Klosters Steinfeld ist die größte Orgel, die Balthasar König im Rheinland im Jahre erbaut hat. Sie wurde wie die fast original erhaltene König-Orgel in der Schlosskirche Schleiden in den letzten Jahren durch die Firma Orgelbau Weimbs grundlegend restauriert. Beide historischen Instrumente bildeten die Grundlage für die klangliche Planung der Rachtiger Orgel.

Br. Andreas hat das Programm zu den drei Konzerten des Jubiläums so zusammengestellt, dass es in seiner Struktur der Fröhlichkeit eines Weinfestes entspricht.

10.30 Uhr Festliches Hochamt zum Jubiläumsfest Im Vorspiel ist das Orgelkonzert in G-Dur von J. S. Bach zu hören, dem das Eingangslied: „Ein Haus voll Glorie schauet" folgt. Br. Andreas, ein Meister der Improvisation spielt die festgelegten Lieder aus dem Gotteslob zum Volksgesang. Nach der Hl. Messe sind Orgelwerke von Georg Böhm, J. S. Bach und G. F. Händel vorgesehen.

15.00 Uhr - Kirchenmusikalische Andachtstunde „Preis und Ehre -Lob und Freude in der Musik"
mit Werken von D. Zipoli, G. F. Händel J.C.H. Rinck und eine eigene Komposition des Organisten: „Marcia festiva in D Dur".

18.00 Uhr Kirchenmusikalisches Abendlob -„Glanz und Gloria von Bach bis Mendelssohn"
Ausgewählte Werke dieser berühmten Komponisten, dazu von Andreas Warler: Improvisation zu „Nun danket alle Gott" als Hinführung zum Gemeindelied GL 266

Br. Andreas Warler, Jahrgang 1965, ist für die Kirchenmusik der Basilika von Kloster Steinfeld zuständig und spielt regelmäßig Orgelkonzerte, Orgelmeditationen und Orgelvespern, die immer gut besucht sind. Er ist ein gefragter Organist und gibt in Deutschland und weltweit Konzerte. So konzertiert er am 19. September im Hohen Dom von Bamberg und in Nürnberg, im Oktober im Hohen Dom zu Fulda, in Bielefeld und Bastogne in Belgien. Im Jahr 2010 sind u.a. Konzertreisen durch Süddeutschland, Österreich und Südtirol, nach Holland und den USA und Kanada geplant. Am 7. November 2010 spielt er in Cambridge (England) in der „Trinity - College - Chapel".

Für Zeltingen-Rachtig noch eine besondere Anmerkung: Kloster Steinfeld und auch das Kloster Niederehe mit König-Orgel (das von 1725-1731 insgesamt 9744 Weinstöcke in Rachtig erwarb) hatten viele Jahrhunderte Weinbergbesitz in der Gemeinde. Mit großer Wahrscheinlichkeit knüpfte der damalige Rachtiger Deutschordenspfarrer Johann Peter Glesius für den Bau der Rachtiger Orgel 1739 die Kontakte zu dem berühmen rheinischen „Orgelmächer" Balthasar König. So schließt sich der Kreis.

Die Pfarrangehörigen der neuen Pfarreiengemeinschaft, Gäste und Besucher des Rachtiger Weinstraßenfestes sind herzlich zu den Konzerten eingeladen, das gilt auch für die Zeitgenossen, welche allgemein die „Kirchenluft und den Weihrauchduft" nicht so gut vertragen können, die „Kirche" einmal anders zu erleben und den Besuch aber dennoch mit dem Weingenuss des Festes zu verbinden.


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Diese Seite hat erstellt: Hans-Heiko Stein, Deutschherrenstr. 49, 54492 Zeltingen-Rachtig
eMail an: HHStein@web.de
Datum der letzten Überarbeitung: 19.08.2011